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Freitag, 16. September 2011 Kulturzelt
NORDKVARK"Samen san heftikka stuorma"mehr
Das Lappen-Musical
Liebeskranke Lappländer singen wunderbar traurig von den Weiten der Tundra, dem finnischen Mond und eiskalten Fischstäbchen, und das klingt dann zum Beispiel
so: „Samen san heftikka stuorma – Heftikka eina orkan – Samen san fiell hotja luava – Hotjainen eina vulkan“.
Was für ein herrlicher Quark, den Benjamin Höppner, Burkhard Niggemeier und Tim Porath unter der Regie von Henner Kallmeyer als Aki, Mika und Makki auf die Bühne bringen. Sie spielen gekonnt mit den Klangbildern einer imaginären Sprache, die sie allen Nichtfinnen als finnischen Dialekt auftischen. Ihr Kauderwelsch aus Smörrebröd-Nordisch und Englisch hat wenig mit der Ausdrucksweise des alten sämischen Kulturvolkes zu tun, ist aber sehr witzig. Dass sie sich nicht einmal untereinander zu verstehen scheinen, macht die Sache um so lustiger.
Sie singen traurig von Samiland, einem langen Land mit langen Straßen, langen Wäldern, langen Nächten und langen Tagen. Leider sind Frauen im Norden rar, deshalb haben die drei außer Erlebnisberichten von stoischen Anglern und wortkargen Holzfällern vor allem das Liedgut liebeskranker Lappländer mitgebracht, garniert mit Zeitlupen-Slapstick. Diese abgedrehte Parodie auf den hohen Norden gefiel dem Publikum so gut, dass Nordkvark im Jahr 2010 Prix-Pantheon-Preisträger im TV-Voting wurde.
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Freitag, 30. September 2011
Uwe Steimle"Uns fragt ja keener"mehr
„Die innere Einheit ist doch erst vollendet, wenn der letzte Ostdeutsche aus dem Grundbuch gelöscht wurde!“ – Er kann richtig laut und überaus bissig werden, der Noch-Immer-Ossi Günther Zieschong, wenn er in Ostalgie schwelgt.
Was hat der goldene Westen ihm gebracht, dem ehemaligen Kreissekretär? Er muss sich heute sein Geld mit Kirchenführungen verdienen. Das sind seine real existierenden blühenden Landschaften. Klar, dass die Ost-Sonne schöner strahlte. Aber manchmal muss man sich als Zuschauer auch leise fragen, ob es wirklich nur die Kultfigur Zieschong des Schauspielers und Kabarettisten Uwe Steimle ist, die da auf der Bühne herrlich geifert, oder ob das alles nicht erschreckend nah dran ist an mancher Stammtischrealität. Die wilden Jahre der treuhändischen Einverleibung einer Republik und die Folgen bieten Steimle genug Stoff. Sein Programm „Uns fragt ja keener“ ist das Resümee eines Verlieres aus der intellektuell gedeckelten Abteilung, für den früher alles schöner war, und der heute auch gern mal asiatisch essen gehen und „ne Führungsrolle oder Stasigoreng“ bestellen würde – aber ihn fragt ja keener. Antworten tut er trotzdem.
Dem ostdeutschen Publikum war der 1963 in Dresden geborene Komödiant schon lange als Autor des Dresdener Kabaretts „Die Herkuleskeule“ bekannt. Die Kultfiguren Günther Zieschong und Ilse Bähnert machten Steimle populär. Er bekam 2003 mit dem Salzburger Stier einen der renommiertesten Kabarettpreise im deutschsprachigen Raum. Zwei Jahre später erhielt er mit dem Adolf-Grimme-Preis auch die Anerkennung im TV-Bereich. Nicht zuletzt ist Steimle der dienstälteste Kommissar in der Krimiserie „Polizeiruf 110“.
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Freitag, 04. November 2011
Gogol & MäxMusikclowneriemehr
Humor in Concert - Keine Harmonie in der Philharmonie – darum geht es in etwa bei Gogol & Mäx. Die beiden Musiker versprechen ein so herrlich komisches Konzert, wie es Neustadt noch nicht erlebt haben dürfte. Zwei faszinierende Musiker und Komödianten zelebrieren ein tempo- und geistreich ausgefochtenes musikalisches Duell von Bach bis Boogie-Woogie, von Pianissimo bis Pianoforte, von der Solo-Geige bis zur Orchester-Tuba. Wobei eine Tuba und ein Klavier auch mal einfach dazu dienen, eine Teppichstange zu halten – die dann ein Seil für einen Drahtseilakt wird. Darauf balanciert dann einer der beiden, natürlich im rosa Tütü. Klingt abgefahren bis unglaublich? Aber genau so ist es. Dass die Reparatur des auf der Bühne geschrotteten Klaviers plötzlich in einen akrobatischen Handstand übergeht, sollte jetzt eigentlich niemanden mehr wundern. Bei ihrem schrägen Treiben bedienen sich Gogol und Mäx einer schier unglaublichen Instrumenten-Vielfalt. Das Duo ist vielfach preisgekrönt und sorgt seit Jahren für größte Heiterkeit und ungläubiges Lachen wie Staunen in Theatersälen und Konzerthäusern quer durch Europa. Gogol & Mäx wurden mehrfach ausgezeichnet. Ihre jüngste Errungenschaft ist der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg, den sie im April 2011 erhielten.
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Freitag, 25. November 2011 KGS-Musikpavillon
Luise Kinseher„Hotel Freiheit“mehr
Das Hotel „Freiheit“ bildet den Rahmen für ein Figurenpanoptikum der Kabarettistin Luise Kinseher aus Niederbayern. Permanent wechselt sie die Rollen von der Hoteldirektion bis zum Hotelgast. Mit scharfem Auge und noch viel schärferer Zunge nimmt sie die vielen kleinen und großen Eigenschaften der Menschen aufs Korn. Doch trotz aller Errungenschaften droht dem Hotel die Schließung. „Feindliche Übernahme“ heißt das schreckliche Wort, das sich keiner auszusprechen traut. Überall lauert der Feind. Schließlich macht sich das Hotelpersonal auf, zu retten, was noch zu retten ist, doch blödsinnigerweise beginnt es einen Feldzug gegen sich selbst: Um die Freiheit zu retten, wird diese erstmal abgeschafft! Ein allzu komisches Szenario beginnt, das in jedem Fall lustiger ist als die Wirklichkeit.
Aufgewachsen ist Kinseher in Geiselhöring/Niederbayern. Sie studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Geschichte in München. Sie spielte Film- und Fernsehrollen, unter anderem im „Tatort“. Sie wurde mit mehreren Kabarettpreisen ausgezeichnet, darunter dem Passauer Scharfrichterbeil, dem Förderpreis Deutscher Kleinkunstpreis und dem Kabarettpreis der Stadt München.
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Freitag, 20. Januar 2012
Mathias TretterJahresrückblick 2011mehr
„Nachgetrettert“
Die kabarettistische Jahresrevanche: Lesen Sie Zeitung? Sehen Sie regelmäßig die Tagesthemen? Hören Sie gar – Sonderling, Sie! – die Features im Deutschlandfunk? Vergessen Sie es! Sie werden sich sowieso nichts merken. Nur wer mitschreibt, kann gewinnen. Mathias Tretter hat’s getan – und wird Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. „Nachgetrettert!“, der kabarettistische Jahresrückblick, schnürt ein handliches Päckchen Erinnerung mit allem drin, was die Zuschauer vergessen können: 365-mal Tagesschau, ein Komposthaufen Zeitungen, fünf von Schäuble übersehene Festplatten, 28 Stoiber-Comebacks, sieben Siemens-Ethiken, zwei polnische Kartoffeln, und jede Menge politische Seitenhiebe. Freunde des Polit-Kabaretts sollten es sich nicht nehmen lassen, die Highlights des Jahres satirisch aufbereitet zu genießen. Alles Wissenswerte leicht verpackt, böse feixend, genau recherchiert, scharfzüngig, witzig, hochintelligent. Tretter wurde 1972 in Würzburg geboren, er wohnt seit 2007 in Leipzig. Von 1993 bis immerhin 2004 dauerte sein Studium der Anglistik und Germanistik in Würzburg, Edinburgh und Heidelberg. Hat aber alles nichts genützt: Er wurde letztlich doch Kabarettist und seit 2003 mit 13 Preisen ausgezeichnet – zuletzt 2010 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis.
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Freitag, 03. Februar 2012
Nils Heinrich„Die Abgründe des Nils“mehr
In seinem laufend aktualisierten Soloprogramm „Die Abgründe des Nils“ wendet sich der Schöpfer des legendären Angel-Raps „Fischers Fritze (Angeln Berlin)“ dem sicheren Zusammenbruch bislang verlässlicher Konstanten zu. Er klärt auf über Erbgutbällchen und Phantomvibration, Terrorismusexperten, Essplazebos und andere Wahrheiten. Er spielt Gitarre aus Überzeugung und weil er muss. Manchmal rappt er auch. Das kann dann über Laktose-Intoleranz sein oder auch über seine „Omma Inge“. Gern macht er sich über seine neue Zwangsheimat Stuttgart lustig – nicht nur über die Bahn und ihren dortigen -hof. Und was das kulinarisch für ihn als gebürtigen Sachsen-Anhaltiner, Exwahlberliner und bekennenden Kartoffelfreund im Nichts-als-Spätzle-Paradies bedeutet. Nils Heinrich ist gern gesehener Gast in Comedy-Sendungen wie „Nightwash“ und „Quatsch Comedy Club“, beim „WDR Poetry Slam“ wie in „Ottis Schlachthof“ und vielen anderen. In 15 Jahren feiert er 20-jähriges Bühnenjubiläum. Er hat bereits zahlreiche Preise eingeheimst, darunter den Rostocker Koggenzieher 2010 (Jury- und Publikumspreis), das Schwarze Schaf vom Niederrhein 2010 (Jury- und Publikumspreis), den Salzburger Stier 2011 und den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 2011.
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Freitag, 24. Februar 2012
Big Daddy WilsonBlues and Soulmehr
Big Daddy Wilson springt für den ursprünglich eingeladenen Künstler Louisiana Red ein, der wegen einer Erkrankung absagen musste.
Big Daddy Wilson, der mit den Gitarristen Johannes Schiwalla und Piet Buslay auftritt, singt Blues und Soul, als hätte er beides erfunden. Auf den ersten Blick scheint das fast naturgegeben zu sein: Ein sanfter, dunkler Riese mit weichem Timbre in der Stimme aus den USA. Alles klar, Blues und Soul, was sonst. Dabei ist der Endvierziger musikalisch ein absoluter Spätentwickler, der sein internationales Solodebüt erst 2009 mit seiner Platte „Love Is The Key“ begann. Und den Blues hat er auch keineswegs in seinem 6000-Seelen-Heimatdorf Edenton in North Carolina schon mit der Muttermilch aufgenommen, sondern erst in Deutschland kennengelernt. Dorthin hatte es ihn verschlagen, nachdem er mit 16 Jahren keine Lust mehr auf Schule hatte und einige Zeit später zur Army ging. Die verfrachtete den damals noch schüchternen Jüngling nach Good Old Germany. Hier im Norden lernte er dann seine deutsche Frau kennen, die ihn sein großes Heimweh nach Edenton vergessen ließ, und hier besuchte er das erste Blueskonzert seines Lebens, das eben dieses gewaltig verändern sollte. Mittlerweile hat der dreifache Vater dank der Musik nicht nur seine Schüchternheit verloren, sondern eine Reihe von Platten aufgenommen, steht sowohl solo als auch mit unterschiedlichen Partnern und Orchestern auf der Bühne. Vor wenigen Tagen ist er von einer bejubelten Tournee aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrt - genau: zurückgekehrt. Es soll eben doch Deutschland sein.
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Freitag, 16. März 2012
Desimo„Wunschlos oder glücklich“
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Was passiert, wenn ein Zauberer, ein Comedian und ein Kabarettist auf unerklärliche Phänomene treffen? Jede Menge Unterhaltung! Und Wünsche gehen in Erfüllung – der erste schon vor Beginn der Show, denn diese drei Personen verwandeln sich in eine: Desimo. Als erfolgreicher Comedian und charmanter Moderator mit einem Auge für die kabarettistischen Momente im Leben ist er wie kein anderer geeignet, um paranormalen Phänomenen auf den Grund zu gehen. Lustvoll wandelt er zwischen Wahrheit, Wunschdenken und Illusion. Sinnlichkeit und Übersinnlichkeit reichen sich die Hand. Wie tritt man mit Engeln in Kontakt? Wie finde ich einen Parkplatz? Ist Armut nur ein Irrtum unserer Gedanken? Oder ein Irrtum des Chefs? Desimo verblüfft als international preisgekrönter Magier nicht nur mit seinen Tricks, sondern zeigt: Wo das Wissen aufhört, fängt der Spaß erst richtig an. So charmant und vor allem glaubhaft wurde noch nie der Zusammenhang von Engeln, Bingo und Bundestag gezeigt. Die Liste seiner nationalen und internationalen Auszeichnungen in den Bereichen Magie und Kleinkunst ist lang. Sie beginnt 1990 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft in allgemeiner Magie und endet vorläufig 2007 mit dem Karnevalsorden in Hannover. Desimo moderiert regelmäßig den „Quatsch Comedy Club“ in Berlin und Hamburg und betreibt nicht zuletzt seit 2002 Niedersachsens erfolgreichste Comedy-Show , den „Lindener Spezial Club“ im Apollo-Kino in Hannover Linden.
Weiteres & Näheres & Sehens- wie Hörenswertes unter: www.desimo.de
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Samstag, 14. April 2012
Alfons„Mein Deutschland“
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Das ist er wieder, der Reporter mit dem Puschelmikrofon! Alfons, der mit bürgerlichem Namen Emmanuel Peterfalvi heißt, zeigt seinem Publikum „Mein Deutschland“. Ob auf dem Hof des XXL-Ostfriesen Tamme Hanken, in einem Schrebergarten, auf einer Erfindermesse oder in irgendeiner Fußgängerzone – der orange-blau trainingsbejackte Schein-Schussel stellt unbefangen wie ein Kind auch die peinlichsten Fragen, und Deutschland antwortet ebenso unbefangen wie zum Teil unerwartet. Wigald Boning lässt grüßen. Alfons´ Deutschland präsentiert sich schon einigermaßen speziell, denn der Nachbar mit dem französischen Akzent bringt einige Überraschungen als Licht – entlarvt er doch zum Beispiel in einem deutschen Kleingarten einen offensichtlichen, aber jahrelang unentdeckten Verstoß gegen die heilige Drittel-Regel bei der Bepflanzung. Doch Alfons wertet nicht, er fragt nur und lässt die Menschen antworten. Jeder kann sich seinen Teil denken – und wird vielleicht hoffen, das er nicht der nächste ist, dem Alfons das Puschel-Mikro vor die Nase hält. Peterfalvi wurde 1967 in Paris geboren. Mit 15 wurde er Radiomoderator, mit 19 Jahren schnupperte er erstmals TV-Luft – seitdem macht er beides. Im Jahr 2000 entwickelte er die Figur Alfons für das TV-Satiremagazin „Extra 3“ (NDR) und etablierte den schrägen Frager bei mehreren Sendern. Die erste Staffel „Puschel-TV“ entstand 2009 – im selben Jahr entwickelte er sein Programm „Mein Deutschland“. Im Sommer 2011 begann die zweite Staffel „Puschel-TV“ in der ARD.
Weiteres & Näheres & Sehens- wie Hörenswertes unter: www.alfons-fragt.de
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Unser Programm im PDF-Format (ca. 1,6 MB)
Broschüre Programm 11/12
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