Wie ist das Kulturforum entstanden?

 

Weder Schnappsidee noch Sektlaune waren im Jahr 1987 die Geburtshelfer des Kulturforums. Erste Ideen liefen darauf hinaus, einen Versuch einer kleinkünstlerischen Einrichtung in Neustadt zu wagen. Da es solche Veranstaltungen bisher hier noch nicht  gab, haben sich vor mehr als 25 Jahren einige Neustädter zu einer Initiative zusammengefunden, Kleinkunstveranstaltungen zu organisieren.

 

 

Wie lernte das Kulturforum laufen? Erste Schritte.

 

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Wenn es auch an  Ideen nicht fehlte, dann aber doch an finanziellen Mitteln. So wurden zunächst Amateure engagiert, die mehr oder weniger aus dem näheren Umland kamen und entweder eine äußerst angemessene Gage oder auch nur Fahrgeld erbaten. Die ersten Gehversuche fanden im Kellergeschoß der Kooperativen Gesamtschule (KGS), im sog. Theaterkeller, Raum  F 5, statt. Diese Räumlichkeit  fand jedoch relativ schnell ihre Grenzen und schließlich kletterte das damals kleine Team des Kulturforums mit optimistischer Zuversicht die Erfolgstreppen aus dem KGS-Keller empor in die Mensa der KGS. Ein erstes Gastspiel des inzwischen verstorbenen hannoverschen Kabaretturgesteins Dietrich Kittner in der Mensa der KGS Neustadt zeigte, dass sich auch in der Kleinstadt ein Publikum für dieses Genre finden lässt.

 

 

Wie konnte sich eine Idee zu einer festen Größe, einer Institution entwickeln?

 

Waren es in den ersten Jahren noch erste abwartende „Gehversuche“, so hat sich das Kulturforum inzwischen als Schrittmacher mit einem guten Ruf in der Kulturszene Neustadts und auch in der Region etabliert. Dies wird u.a. auch durch das immer größer werdende Interesse unseres Publikums, das inzwischen auch von  außerhalb Neustadts kommt, dokumentiert. Bereits im dritten Jahr des Bestehens hatte sich das Kulturforum soweit etabliert, dass das Team es wagte, eine Veranstaltungsreihe von sechs Abenden zu planen und auch erstmals ein Abonnement für diese Veranstaltungen anzubieten. Trotz sehr stark zwischen 50 und 250 Besuchern schwankender Zuschauerzahlen und damit verbundener finanzieller Rückschläge und der sehr zurückhaltenden  Unterstützung seitens der Stadt ließen sich die Mitglieder der Initiative, die inzwischen einen eingetragenen gemeinnützigen Verein gegründet hatten, nicht entmutigen, knüpften Kontakte zu Künstlern und deren Agenturen, bemühten sich um Sponsoren und rührten die Werbetrommel. So gelang es zunehmend, auch bekanntere Künstler nach Neustadt zu holen. Immer mehr Besucher fanden nun regelmäßig den Weg in die Mensa der KGS. Dass viele unseres heutigen Publikums  schon seit den neunziger Jahren dem Kulturforum die Treue halten, freut uns sehr und bestätigt uns gleichzeitig darin, dass wir über all die Jahre den richtigen Weg verfolgt haben.

 

 

Wie versuchen wir, Künstler für unser Kulturforum zu gewinnen?

 

Immer wieder wird uns berichtet, dass sich die Künstler und Agenturen unserer „professionellen“ und kompetenten  Organisation erfreuen. Sie schätzen die verlässliche und persönliche Betreuung und - natürlich unser Publikum  -  und das in über 200 Veranstaltungen seit unseren Anfängen. Die Liste der Künstler, die beim Kulturforum zu Gast waren, ist lang und gespickt mit Namen von Künstlern, die zu den besten der Kleinkunstszene gehören: Matthias Deutschmann, Jürgen Becker, Arnulf Rating, Georg Schramm, Urban Priol, Volker Pispers, Thomas Reis, Jochen Malmsheimer, Henning Venske, Jochen Busse, Django Asül, Uwe Steimle,  Rolf Miller, Alfons, Simone Solga, Gerburg Jahnke (Missfits) - um nur einige zu nennen. Das Gästebuch, das leider erst  seit 1997 geführt wird, ist voll von interessanten Reminiszenzen. Auszüge sind auf der Homepage unter dem Menüpunkt „Gästebuch“ zu finden.

 

 

Wie ist die Situation im Kulturforum – nach inzwischen 30 Jahren – in 2017?

 

Begleitend zum Standard dieser Bühnenveranstaltungen hat sich ein Niveau entwickelt, zu dem eine ansprechende Bühnen-, Licht- und Tontechnik ebenso gehören wie unterschiedliche Präsentationsformen. Die inzwischen renovierte Mensa der Kooperativen Gesamtschule Neustadt mit ihrer kleinen, geradezu idealen „Kleinkunst“-Bühne wie auch der „hautnahe“ Kontakt zum Publikum bilden dazu das entsprechende Ambiente.

Inzwischen sind die Abonnements ausverkauft, kaum, dass die neue Saison angekündigt ist. Dieser Erfolg beflügelt das ausschließlich ehrenamtlich tätige Team des Kulturforums, weiterhin in der Spur zu bleiben und das kulturelle Leben in Neustadt und der Region zu bereichern. Wir sind uns darüber einig,  dass dieses sehr erfreuliche Resultat nur mit unseren tollen Gästen möglich geworden ist.

 

Von daher ein „herzliches  Dankeschön“  an unser Publikum!